Reputation-Ranking

Dr. Thomas Bippes: „Ein gutes Ranking ist nicht alles!“

Umfrage: Reputationsmanagement wird gern auf die lange Bank geschoben

So schön ein vorderer Platz im Suchmaschinenranking auf den ersten Blick ist: Taucht der Firmenname dort in Zusammenhang mit einem Skandal oder einer anderen unerfreulichen Begebenheit auf, ist die Freude schnell verflogen. Ein Prestigeverlust kann Unternehmen teuer zu stehen kommen. Effektives Reputationsmanagement beugt dem Negativtrend rechtzeitig vor und sorgt im Ernstfall für Schadensbegrenzung. „Ein gutes Ranking ist nicht alles“, meint SEO-Experte Dr. Thomas Bippes.

In vielen Unternehmen spielt Online Reputationsmanagement eine untergeordnete Rolle

Kaum vorstellbar, dass Reputationsmanagement in vielen Unternehmen eine untergeordnete Rolle spielt. Doch laut einer von newsaktuell in Kooperation mit Faktenkontor durchgeführten Umfrage, an der mehr als 260 Fachleute von Pressestellen teilnahmen, ist genau dies der Fall. Demnach genießt Reputationsmanagement bei Kommunikationsprofis zwar eine höhere Wertschätzung als die Pressearbeit für Unternehmenserzeugnisse oder die firmeninterne Kommunikation. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich Firmen in angemessener Weise um den Erwerb und die Bewahrung eines guten Rufs bemühen. Hier hapert es oft an der Umsetzung, weil wichtige Voraussetzungen fehlen.

Es fehlt an Reputationsmanagement Strategien

So gaben 58 % der befragten Presseabteilungen an, niemals untersuchen zu lassen, wie es um den Ruf ihrer Firma bestellt ist. Das Fehlen einer Strategie hinsichtlich Aufbau und Bewahrung von Reputation bemängeln mit 56 % fast ebenso viele Umfrageteilnehmer. Vor diesem Hintergrund überrascht es kaum, dass rund ein Drittel der Befragten die Reputation ihres Unternehmens mit der Schulnote 3 oder schlechter bewertet. Hier besteht in Sachen Reputationsmanagement erheblicher Verbesserungsbedarf.

Bedarf nach Online Reputationsmanagement groß wie nie

Es scheint offensichtlich, dass das tatsächlich in die Praxis umgesetzte Reputationsmanagement dem Wunsch nach Erwerb eines guten Rufs hinterherhinkt. Dabei ist der Bedarf im digitalen Zeitalter so groß wie nie zuvor. Immer mehr Kunden treffen ihre Kaufentscheidung anhand von im Internet veröffentlichten Informationen. Schlechte Bewertungen und negative Kommentare in Kundenportalen können den Ruf eines Unternehmens und seiner Produkte nachhaltig schädigen. Im schlimmsten Fall gefährden sie die Existenz der in Verruf geratenen Firma. Nur wer hier aktiv gegensteuert, hält das Firmenimage sauber und verhindert Umsatzverluste durch schlechte Reputation.

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